Beendet den Krieg!

Das Wuppertaler Friedensforum macht am 29. Juni eine Videokonferenz mit Willi van Ooyen und Uwe Foullong zum Thema „Krieg in der Ukraine – Was tun und was lassen?“ (Einladung siehe unten)

Willi van Ooyen

Die Politiker scheinen den Willen bzw. die Fähigkeit verloren zu haben, Konflikte auf zivile Weise zu lösen. Zuallererst natürlich die Regierenden in Russland, die diesen furchtbaren Krieg in der Ukraine zu verantworten haben. Aber haben die Reaktionen des „Westens“ – die Sanktionen und Waffenlieferungen – den Krieg und das Leiden schnell beendet, der Bevölkerung der Ukraine den Frieden und den Menschen in Europa Sicherheit gebracht? Im Gegenteil! Durch massive Waffenlieferungen immer mächtigeren Kalibers wird der Krieg verlängert und weiter eskaliert.

Wahnsinnsgeld für die Aufrüstung

Regierung und Unionsparteien haben sich auf eine enorme Aufrüstung geeinigt, für die mal eben das Grundgesetz geändert und enorme Schulden aufgenommen werden sollen.

Während geringer Verdienende den von Außenministerin Baerbock verordneten „hohen Preis“ in Form von Schwächung der eigenen Wirtschaft mit irrwitzigen Preissteigerungen, ökologischem Widersinn und einer enormen Verschuldung bezahlen, gibt es aber auch Gewinner:

  • Die Rüstungsindustrie, die in kürzester Zeit Milliardenaufträge erhält und sich mit dem „Sonder-Vermögen“ für die Bundeswehr von 100 Mrd. Euro für Aufrüstung über zukünftige Aufträge freuen kann.
  • Die USA, die mit dem entfesselten Wirtschaftskrieg einen lästigen Konkurrenten, „der ruiniert werden muss“, aus dem Feld schlagen will und „Europa“ noch stärker von sich abhängig macht.
  • Die NATO, die nun weiteren Zulauf erhält und ihre Vorgabe von Zahlung von 2% des jeweiligen Bruttosozialproduktes mit Leichtigkeit durchbrachte. Das bedeutet eine Steigerung des Rüstungshaushalts 2022 von knapp 50 Mrd. auf über 70 Mrd. Euro nach Erreichen der 2%-Vorgabe.
Foto: Netzwerk Friedenskooperative

Doppelmoral

Die NATO ist dasjenige Staatenbündnis, von dessen Gebiet oder von „Partnerländern“ wie Saudi-Arabien aus massivste Völkerrechts-Verletzungen ausgegangen sind und ausgehen. Diese Doppelmoral des Westens empört viele Länder, die auch nicht dieselbe Haltung bezüglich des Krieges gegen die Ukraine einnehmen.

Das Risiko steigt

Wir in Mitteleuropa sitzen auf einem Pulverfass. Wenn nun die USA wie von Präsident Selensky gefordert auch noch Langstrecken-Raketen in die Ukraine liefern sollten, steigt das Risiko für die Ausbreitung des Krieges auch bei uns enorm. Aber Kritik an der Kriegspolitik wird umgehend geahndet. Friedensbewegte werden zur 5. Kolonne Russlands erklärt oder anderweitig angegangen. Die Einseitigkeit der Medien ist skandalös.

Hallo Regierende, kommt zur Besinnung!

Wir wollen keine Geldgeber und Leidtragende in einem Kampf um Einflusssphären und Rohstoffe sein und mit Sozialabbau dafür bezahlen. Uns wird es langsam mulmig. Wir wollen keine Hochrüstung im Grundgesetz. Wir wollen in Frieden mit anderen Völkern leben – Krieg ist eine grausame Bankrotterklärung.


Krieg in der Ukraine – Was tun und was lassen?

Einladung zur Videokonferenz des „Wuppertaler Friedensforums“ am
29. Juni um 18:30 Uhr mit

Willi van Ooyen, Bundesausschuss Friedensratschlag
Uwe Foullong, Verdi-Gewerkschaftssekretär

Für den Zugang zur Konferenz bitte anmelden bei wupff@proton.me